03 Februar 2016

Eine Erleuchtung in Sachen Brot backen

Ich backe schon einige Zeit mein Brot selbst und war damit auch ziemlich zufrieden. Manchmal mehr und manchmal weniger. Hatte auch mal mit Sauerteig experimentiert, was einige Zeit klappte und dann wieder nicht.
Dann kam wieder die Unzufriedenheit und ich ging auf die Suche nach einem Brotbackbuch und wurde fündig.

Dieser Augenblick änderte alles. Ich hatte mit dem Buch Rezepte in Händen die einfach ein gutes Brot hervorbringen mussten und eine Menge an Hintergrundwissen. Warum was nicht so wird wie es werden sollte und was zu Tun ist um dies zu ändern. Am Anfang stehen die simplen Rezepte, dann kommen die Fortgeschrittenen und dann die Rezepte mit noch mehr Übung. Jetzt backe ich Brote die sich selbst genügen. Vielen Dank an dieser stelle an Lutz Geißler oder besser bekannt im Internet unter dem Namen Plötz.

Hier das Rezept das am Anfang des Buches steht.
Viel Freude beim nachbacken.



Landbrot aus dem Brotbackbuch Nr.1 von Lutz Geißler
    Vorteig:
    155g Dinkelmehl 1050
    155g Wasser
    1g Frischhefe

    Hauptteig:
    Vorteig
    365g Weizenmehl 1050
    155g Wasser
    8g Frischhefe
    10g Honig
    10g Salz
Vorteig:
Alle Zutaten mit einer Gabel grob zu einem Teig vermischen.
1 Stunde bei Raumtemperatur stehen lassen und dann zugedeckt 22-24 Stunden bei 4-6°C im Kühlschrank reifen lassen

Hauptteig:
Vorteig mit den restlichen Zutaten verkneten. 5 Minuten auf Stufe eins und 8 Minuten auf Stufe 2 Kneten.
Luftdicht abgedeckt eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.
Den Teig von Hand gut durchkneten, formen und dann mit Schluss nach oben in einen bemehlten Gärkorb geben.
Ein und eine halbe Stunde zugedeckt bei Zimmertemperatur gehen lassen.
Ofen auf 250°C vorheizen.
Teigling mit einem Messer längs 2cm tief einschneiden und mit Schluss nach unten auf ein gefettetes Blech in den Ofen schieben.
10 Minuten mit Schwaden bei 250°C backen.
Ofentür kurz aufmachen, Hitze auf 210°C senken und das Brot ohne Schwaden 35 Minuten fertig backen.
Aus dem Ofen nehmen und auf den Brotrücken klopfen.
Erklingt ein hohler Ton dann ist das Brot gar, wenn nicht nochmals 5-10 Minuten in den Ofen geben und danach nochmals prüfen.
Brot auf einem Gitter auskühlen lassen.

Und dann eine Scheibe runterschneiden, etwas Butter drauf und genießen.

Mahlzeit.

Und auch das zweite Buch ist sicher eine Ausgabe wert. Sobald ich den ersten Teil durchgebacken habe werde ich mich auf das zweite Werk stürzen.

27 Januar 2016

Ein ehrlicher Koch


Ein ehrlicher Koch der für Halbfertiggerichte Werbung macht, gut in Szene gesetzt, vielleicht ein bisschen übertrieben. 
Hoffe mal nicht das mit dem Lieblingsmesser das Fleischerbeil gemeint ist. 
Aber warum nicht. 

Leider kommen immer mehr Fertig- und Halbfertiggerichte in unsere Küchen, sowohl im Privathaushalt als auch in den Profiküchen. In kurzer Zeit wird mit der Berufsgruppe der Köche das gleiche passieren wie den Bäckern. 
Sie machen sich selber überflüssig. 
Um vorgefertigtes Essen zu erwärmen braucht es keinen gelernten Koch mehr, wäre ja viel zu teuer. Eine angelernte Hilfskraft kann mit Hilfe der Lebensmittelindustrie ein passables Essen auf den Tisch stellen. Ist kostengünstiger und der Gast merkt es wahrscheinlich nicht einmal. 
Schmeckt vielleicht gleich wie bei dem Restaurant um die Ecke oder in der nächsten Stadt, oder etwa wie das TK-Menü aus dem Geschäft, beworben mit dem Logo eines berühmten Kochs. 

Fertig- und Halbfertigprodukte helfen uns, ohne Frage, Zeit und Kosten zu sparen, nur sollte auf einen vernünftigen Umgang geachtet werden sonst wird die Küche in naher Zukunft von der Industrie dominiert. 

Augen zu machen und sich diese Zukunft vorstellen. 

Dann Augen wieder auf, Schürze umbinden und selber Kochen

Mahlzeit.

20 Januar 2016

Überreifer Käse

Manchmal tauchen in den Untiefen des Kühlschranks so manche Sachen wieder auf, vielleicht ein überreifer Gorgonzola. Was tun. Na eine leckere Creme bereiten die wunderbar aufs Brot gestrichen oder zu Pellkartoffeln genossen werden kann.



Rezept für 10 Personen:
    125g Milch
    2 Blatt Gelatine
    125g Gorgonzola
    750g Quark
    10g Salz
Blattgelatine in der kalten Milch einweichen.
Milch erwärmen bis die Gelatine sich auflöst.
Den überreifen Gorgonzola zugeben und mit dem Zauberstab mixen.
Topfen zugeben und mit einem Schneebesen gut durchrühren.
Für 1 Stunde kalt stellen.

Mahlzeit


Andere Aufstriche:
Obatzter
Sesamaufstrich
Kümmelquark
Olivenmousse

Sommeraufstrich
Blauschimmelaufstrich
Liptauer
Erdäpfelaufstrich
Kürbiskernaufstrich
Eiaufstrich
Schinkenaufstrich

13 Januar 2016

Alles in Butter?

Es gibt Butter und es gibt seit Napoleon die Margarine. Beide werden in der Küche verwendet. Butter ist böse weil viele gesättigte Fettsäuren und Cholesterin. Margarine ist auch böse wegen Transfettsäuren. Margarine allerdings kostet nur ein drittel von Butter, daher wird es in der Gastronomie bevorzugt verwendet. Ist ja auch keine Schande mit einer guten Margarine zu Kochen, schmeckt zwar nicht nach Butter, hat vom Geschmack her aber auch seine Liebhaber. Somit haben beide ihre Daseinsberechtigung. 



Jetzt bringt die Firma Unilever eine Margarine auf den Markt die nach Butter schmeckt. Der Gast merkt also nicht mehr ob er statt teurer Butter eine Margarine im Mund hat. Deklarierungspflichtig ist dieser Ersatz nicht. Betrug ist zwar nicht das richtige Wort, aber das erste das mir dazu einfällt. Wenn ich den Geschmack von Butter haben will wird diese besorgt, wenn ich den von Margarine will dann werde ich Margarine verwenden, egal ob vegan motiviert oder einfach der Sparsamkeit halber. Es kann nicht sein das ein teureres Lebensmittel vorgetäuscht wird. Es gibt viele Sachen welche uns die Industrie verkauft die kein Mensch wirklich braucht und diese Buttermargarine gehört für mich eindeutig dazu. 
 Mahlzeit

06 Januar 2016

Kartoffelig-Gemüsiges aus dem Rohr

Ein Rezept das ich sehr gerne dazu verwende jegliches Gemüse aus meinem Kühlschrank zu verwenden. Kräuter gerne frisch was auf der Festerbank oder im Garten wächst oder in getrocknetem Zustand. Ein Spritzer Zitrone drüber gibt noch mal den letzten Kick.
Eine sehr schnelle Mahlzeit die, außer dem schälen und grob Schneidens von Kartoffel und Gemüse, das Ofenrohr erledigt. Vor allem die vielen Geschmackskomponenten die durch das Backen noch einmal intensiviert werden und dann mit geballter Macht als Geruch durch die Küche ziehen läßt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Zwischendrin können andere anfallende Arbeiten, die meist nicht aufhören, erledigt werden oder ihrer Erledigung harren. Hinsetzen und ein gutes Buch lesen ist meist sehr erholsam.

Rezept für 10 Personen:
    2000g festkochende Kartoffel
    2000g Gemüse
    125g Olivenöl
    25g Salz
    Kräuter
    Pfeffer oder Chili
Ofen auf 180°C Heißluft vorheizen. Kartoffel und Gemüse schälen und grob zerteilen.
In einer großen Schüssel mit Olivenöl, Salz und den Kräutern vermischen. 
Die Mischung in eine Pfanne oder feuerfeste Form(es tut auch das Ofenblech) geben und in den Ofen stellen. 
Bei den 180°C Heißluft dann 30-45 Minuten backen(je größer die Stücke desto länger). Einfach gegen Ende mit einer Gabel probieren ob Kartoffel und Gemüse weich sind. 
Rausnehmen, Pfeffer frisch drübermahlen oder mit getrockneten Chilis bestreuen.