22 Januar 2008

Der molekularpunkt

Wie sich das meer bei moses teilte, so gehen im moment die meinungen über die molekularküche auseinander. Was ist falsch daran wenn man sich mit lebensmittelphysik und -chemie auseinandersetzt? Die meisten sachen die ach so neu daherkommen sind ein alter hut und für wenig geld um die nächste ecke im laden zu haben.
Schon mal die zutatenlisten von so manchen produkten nachgelesen?
Alginate und viele andere zusatzstoffe dürften dann keine neuigkeit mehr sein.

Vieles was adria und co in ihren küchen zelebrieren ist in der lebensmittelindustrie gang und gäbe. Demjenigen der sich genauer darüber informieren will lege ich das buch panschen erlaubt von udo pollmer und monika niehaus ans herz. Es zeigt auf sehr interessante art auf was alles nötig ist um in großer menge zu produzieren.

Die molekularküche hat das kochen nicht neu erfunden, sie probiert nur andere wege um an ein gutes oder besonderes produkt zu kommen, oder nimmt alte kochtechniken wieder auf.
Ohne mit dem essen zu spielen, was einige so verurteilen, würde sich nichts mehr weiter entwickeln. Denn es braucht nicht viel um ein essen zu kochen das nicht mehr können muß als den organismus am leben zu halten.

Klar die molekularen freunde treiben es bis zur spitze und machen eine riesen show damit. Aber es muß ja schließlich keiner hingehen und es wird auch niemand gezwungen davon zu kosten. Die "normale" küche stirbt wegen ein paar neuerungen ja nicht weg und in so manchem gutbürgerlichen gasthaus regt sich auch keiner wegen fertigsuppen, tk-pommes oder sonstigen convenienceprodukten auf.

Ich finde es schön neue sachen zu sehen, lächle darüber oder habe was dazugelernt, ist doch gut.
Und dann gehe ich her, stell mich in die küche und koche mein eigenes süppchen.

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