25 Januar 2008

Mariahilf oder das böse glutamat

Blog-Rallye: Umami 2008
Molekularblog startet eine umamiralley mit unbekanntem ziel, da muß man doch einfach auch mitmachen. Unbeliebtes thema, aber rann an die sache.

Mononatriumglutamat, in vielen lebenmitteln von natur aus vorhanden und deshalb auch so geschätzt. Kaum geht es aber um das pülverchen an sich ist der teufel los.

Die erwähnung des salzes in foren führt zu erheblichen zündstoff und nicht endenden threads.

Geschmacksverstärker? Ich doch nicht.

D
ie zugabe von pilzen, reifen tomaten, vergorenen fischsoßen ist keine debatte, denn das ist ja ganz was anderes, schließlich was natürliches.
Frage dabei ist, was natürlich und was nicht.

Sagt ja keiner das es überall reingekipt werden muß, weils ja ohne nach nix schmeckt.
Es ist wie salz oder kräuter eine geschmacksgebende zutat. Der sinnvolle umgang mit diesem medium machts aus und vor allem, wenn man mit reinem glutamat arbeitet, die dosis.
Salz in übermaß genossen ist auf die dauer schädlich und wie bei so vielen liegt gift und genuss gleich nebeneinander.
2-3 muskatnüsse können einen ins jenseits befördern.
Das in der italienischen küche häufig verwendete oregano ist als ätherisches öl giftig.

Was beiweitem, durch die oft sinnlose diskussion über geschmacksverstärker, übersehen wird ist das unser tägliches essen immer öfer überwürzt wird.
Wer weiß denn noch wie gedämpftes gemüse ohne salz schmeckt?
Da kommen wieder ganz neue genüsse zum vorschein.

Somit warum nicht zu natriumglutamat, ein vertrautes mariahilf wenn´s nicht so schmeckt wie ich mir das vorstelle.
Nur halt mit
hirn und verstand!

Weitere links zum selbststudium
wikipedia
eufic
psychologie des essens

Kommentare:

kulinaria katastrophalia hat gesagt…

Das Pulverchen sorgt schlichtweg für Kopfschmerzen (nicht nur in Debatten) und das ist ja eigentlich wenig sinnvoll ;-)
Ob das am übermäßigen Gebrauch liegt? Dann lieber ganz auf eine Zugabe verzichten - zumal damit meistens nur die mindere Qualität der Zutaten verschleiert werden soll. Geschmackvoll wird es nämlich nur mit Qualität. Würden die Leute für ihre Tomatensuppe normale Bio-Tomaten benutzen, dann würden sie auch auf sogenannte "Tricks" wie die Prise Zucker spielend verzichten können.

crazy cook hat gesagt…

Das mit der verschleierung der minderen qualität ist schon richtig, aber wie schon geschrieben eben meist, also nicht immer. Und bei kopfschmerzen würde ichs sowieso lassen. Obwohl wenn ich da so an alkohol denke - ich glaub ich überleg mir das noch mal.
Mit den biotomaten bin ich voll deiner meinung obwohl der biotrend auch schon sehr kuriose kapriolen treibt. Ich bin von bio nicht unbedingt überzeugt. Was in meinem garten wächst ist bio, sonst bin ich da recht skeptisch, denn bio verkauft sich zur zeit einfach zu gut.

kulinaria katastrophalia hat gesagt…

Bio ist leider nur bedingt ein Qualitätsmerkmal. Meistens sind es gerade Produzenten denen zu recht vor ihrem Unstieg niemand die Waren abgekauft hat, das wird dann halt nicht besser mit Bioaufdruck. Beim Wein wird das besonders bemerkbar - die meisten Ökoweine sind schlichtweg Schrott. Von den guten allerdings gibt es am nächsten Tage auch nur bedingt Kopfschmerzen. Und alleine das ist schon ein Grund zum Kauf ;-)